Pasing

Ein historischer Rückblick

 

Schon in der Bronzezeit, also ca. 2000 Jahre v. Chr., regte sich menschliches Leben auch in den nachmaligen Pasinger Fluren, wie freigelegte Hügelgräber südöstlich des Friedhofs und in der Waldkolonie (Dachstraße) bekunden. Andere Gräberfunde, sowohl im Süden (an der Planegger Straße) als auch im Norden Pasings (in der Villenkolonie I), deuten auf bajuwarische Besiedelung der Gegend um 800 n. Chr. hin.

Daß nun der Vorgängerbau des ersten Pasinger Schlosses auf der Würminsel ein römisches Kastell gewesen sei, ist eine historisch nicht gesicherte aber mögliche Vermutung. An der Heerstraße von Juvavum (Salzburg) nach Augusta Vindelicum (Augsburg), dem Kreuzungspunkt eines Nordsüdweges entlang der Würm und an einer Furt gelegen, dürfte die Ursiedlung in römischer Zeit jedoch etwas Bedeutung erlangt haben, wie Funde (Münzen, Lämpchen, Brandgräber) bei Ausgrabungen zeigen.

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"Schloß und Hoff-March Passing"  (Stich von Michael Wening, 1701)

Die Aussage, daß Pasing seinen Namen von einem Sippenführer "Paoso"   oder "Paso"  oder gar "Poaso"   habe, ist ebenfalls eine reine Vermutung früherer Namensforscher.

Man nimmt an, daß sich im 6. Jh. eine größere Sippe niedergelassen, die alte Siedlung im Bereich des späteren (Insel-) Schlosses und der alten Kirche übernommen hat, wie das beim Gasthaus "Schweizerhof" (Planegger Straße 14) aufgefundene Reihengräber vermuten lassen. Doch bestand zu jener Zeit, wie weitere Funde aufzeigten, noch eine zweite Siedlung im Bereich des heutigen Wensauerplatzes, die später allerdings verschwunden ist.

Der 29. Juni 763 bezeichnet den Eintritt der Siedlung Pasing in die geschriebene und damit aufgezeichnete, verbürgte Geschichte. Ein Reginperht stattet mit Einwilligung seines Bruders Irminfrid und ihrer Vettern Otilo und Croso die von ihm gegründete Kirche zu Scharnitz mit "... zuvörderst meinen ... gesamten Besitz in Pasing (2 Höfe) und Gräfelfing ..." aus (Text aus dem Lateinischen übertragen).

Irminfrids Sohn Lantfrid war damit nicht einverstanden. Er riß die Güter an sich und forderte den Zehent ein. Der Streit wurde auf einer öffentlichen Versammlung zu Freising geschlichtet. Zunächst nur zufrieden, zeigte sich Lantfrid später sogar gewillt, sein Recht zu Gunsten des Freisinger Bischofs Atto abzugeben. So geschah es, daß ein Teil von Pasing 802 für das nächste Jahrtausend unter die Oberhoheit des Hochstifts Freising kam. Ein weiterer Teil von Pasing gehörte dem Landesherrn (Herzog) und diversen kirchlichen Institutionen (Klöster, Pfarreien).

In den nächsten Jahrhunderten erfolgten eine ganze Reihe von Tausch- und Schenkungsakte über Pasinger Gehöfte, und die  "Nobiles de Pasingen", die Edlen von Pasing, treten in vielen Urkunden als Beteiligte oder nicht unwichtige Zeugen auf.

PA-M.Geburt-1882.jpeg (134089 Byte)Die Kirche Mariä Geburt in Pasing nach der Erweiterung im Jahre 1881,   Bleistiftzeichnung, 1882, unbekannter Künstler (evtl. Christian Steinicken)

Die Pasinger Kirche "Unsere Liebe Frau" (Mariä Geburt; mit Friedhof) tritt im Jahre 1315 in das Licht der Geschichte mit ihrer Erwähnung als Aubinger Filialkirche. In unmittelbarer Nähe des Würminsel-Schlosses gelegen, mag sie ursprünglich vielleicht einmal als Eigenkirche eines der Schloßherren - eines Freisinger Fürstbischofs? - gegründet und aus unbekannten Gründen an die Aubinger Mutterpfarrei gekommen sein.

Ursprünglich hatte Pasing im Rahmen der übergeordneten Gerichts- und Verwaltungsordnung wohl zur Grafschaft Andechs gehört. Seit der staatlichen Neuorganisation durch die Wittelsbacher Herzöge im 13. Jh. gehörte es zum Landgericht Pähl-Weilheim, schließlich seit etwa 1350 zum Landgericht Starnberg und dessen Unteramt Gauting.

Im Bereich der Orte Laim und Pasing bildete seinerzeit die nach Landsberg führende Landstraße die Grenze zwischen den Landgerichten Starnberg und Dachau. Nach einem Verzeichnis aus der Zeit um 1450 gehörten damals schon ein Hof und sechs Sölden in Pasing zum Landgericht Dachau. Und ein weiteres Kuriosum: Vom Ende des 14. Jh. an bis zum Jahre 1803 (Säkularisation) war die Burg bzw. das Schloß Pasing im Besitz, d.h. in der Oberhoheit der Freisinger Bischöfe, während sich u.a. die Taferne und die Mühle im Besitz des Hauses Wittelsbach, also des Landesherrn, befanden.

Wohl zuvor in unmittelbarer Verwaltung des Hochstifts Freising hatte Heinrich Püttrich aus der ruhmvollen Münchner Bürgerfamilie mindestens schon seit 1371 das Pasinger Schloß als Lehensbesitz inne.

Erst 1528/29 ging der Püttrich'sche Besitz samt 6 ehemaligen Lehen des Heilig-Geist-Spitals München in Pasing in die Hände des herzoglichen Landhofmeisters Christoph v. Schwarzenberg über, der 1531 das Schloß mit Zugehörungen und 1532 die Taferne sowie Mühle und einige Bauernhöfe an die Münchner Bürgerfamilie des Hans Reitmor verkaufte.

Von 1588 bis 1686 war der Gesamtbesitz bei der Familie Neuburger. Erst 1558 wurde Pasing als "Hofmark" bezeichnet, ein förmliches Hofmarkprivileg wurde jedoch noch später, nämlich im Jahre 1596 erteilt.

Das Schloß Pasing mit Zugehörungen wurde 1684 vom Freisinger Bischof dem kurfürstl. Geheimrat Anton Frhr. von Berchem als  "freies Eigentum" überlassen, die Taferne, Mühle und einige Anwesen wurden vom Kurfürsten dem Berchem 1685 zu Lehen gegeben, der Kaufvertrag zwischen dem Neuburger und Berchem datiert allerdings erst vom 7. Dez. 1686 (siehe oben)!

Unter Berchems (gest. 1700) Nachkommen zersplitterte zwar der umfangreiche, über das ganze Würmtal und in Altbayern sich befindliche Besitz, die Hofmark Pasing selbst aber blieb in der Hand der Familie Berchem bis zum Jahre 1814.

Von 1792 bis zu ihrem Tod im Jahr 1798 (in Prag) war Elisabeth Freiin von Schenk zu Castell, in erster Ehe verheiratet mit Carl Theodor Graf von Bettschardt, in zweiter mit Ludwig Graf von Chamisso, kurzzeitig Schloßherrin in Pasing (und Laim, Geiselbullach, Graßlfing sowie Udlding), der Besitz ging allerdings dann an die Berchems zurück.

Mit der Säkularisation von 1803 ging die seit Ende des 14. Jh. bestehende geistliche Grundherrschaft auch über große Teile Pasings zu Ende; die Bauern als bisherige Hintersassen des kirchlichen Besitzes konnten nun Haus und Hof zu entsprechenden Ablösungssummen als freies Eigentum erwerben. Und mit der Säkularisation des Hochstifts Freising ging gleichzeitig die bisherige Oberlehensherrlichkeit der Bischöfe von Freising über das Schloß Pasing an den bayerischen Staat über; die bisherige Hofmarksgerichtsbarkeit des Schloßherrn setzte sich allerdings als sogenannte Patrimonialgerichtsbarkeit fort.

 

PA-Gatterburg-1923.jpeg (78500 Byte) Postkarte: "Die erste Passionisten-Gründung in Deutschland: 'Schloss Gatterburg'. - Pasing vor München 1923."

 

Desweiteren wurde 1803 ganz Pasing dem neuerrichteten Landgericht München, dem späteren Bezirksamt und heutigen Landkreis München, zugeteilt.

1814 erwarb König Maximilian I. Joseph von der Familie Berchem das (2.) Schloß Pasing, das wohl schon seit den Pütrichs neben dem heute noch bestehenden Gewölbekeller auf der Würminsel stand und auf der Wening-Zeichnung von 1701 erstmals abgebildet ist. König Max ließ das Schloß abreißen und im Bereich der heutigen Gatterburg, auf dem Grund des Reismillerhofs, einen Landsitz - das Prinz-Carl-Schlößchen als 3. Pasinger Schloß - bauen, den er 1817 seinem Sohn Prinz Carl Theodor, dem Bruder des nachmaligen König Ludwig I., schenkte.

Als weitere Besitzer (Eigentümer) folgten 1834 Ritter Felix von Hilz, 1840/41 der Freiherr Karl von Beck (ursprünglich Peccoz; Gründer der Pasinger Papierfabrik) und ab 1862 der Schwiegersohn Becks, der Reichsgraf Franz von Gatterburg, der auch die Beck'sche Papierfabrik als Heiratsgut seiner Frau Pauline übernahm.

Der (Teil-) Gewölbekeller der 1869/70 erbauten "Gatterburg" als 4. Pasinger Schloß dürfte von dem "Prinz-Carl-Schlößchen übernommen worden sein, so wie dieses aus einem Wohnhaus des Reismiller entstanden war.

Ab 1923 wohnte im ehemaligen Gatterburg-Schloß eine Kongregation der Passionisten, die sich noch heute vorzüglich um die Erhaltung und Betreuung der alten Kirche Unsere Liebe Frau (Mariä Geburt) sorgt.

Die Geschichtsschreibung über eine Stadt oder ein Dorf behandelt üblicherweise fast ausschließlich die jeweils zutreffende Herrschaftsgeschichte, wie in unserem Fall die der Pasinger Schlösser und ihrer Besitzer, und gelegentlich noch die Geschichte ihrer Kirchen. Unzertrennlich damit verbunden sind jedoch, lokalhistorisch gesehen, auch die Geschichte und Entwicklung der bäuerlichen Anwesen und die der hier lebenden Personen. Aus Platzgründen ist dies nicht möglich, doch sei hiermit ausdrücklich daran erinnert: Nur Menschen machen Geschichte, nicht umgekehrt!

Die größte und tiefstgreifende Umwälzung des 19. Jahrhunderts war jedoch - neben der "Bauernbefreiung" 1848 - zweifelsohne die Erfindung der Dampfmaschine, die das Leben der Menschen von Grund auf zu verändern begann. Pasing bemühte sich dabei um die sensationellste Errungenschaft, die Eisenbahn. Trotz vielem Für und Wider fauchte bereits 1839 der erste Zug an Pasing vorbei nach Lochhausen. Schon nach einem Jahr waren die Pasinger von der Nützlichkeit dieser Erfindung so überzeugt, daß sie eine eigene Bahnhaltestelle erwirkten. Wohl 1875 wurde der jetzige Bahnhof fertiggestellt, nachdem sich 1854 der Verkehr erweitert hatte durch die neueröffnete Linie über Planegg nach Starnberg und 1872 durch eine weitere Linie nach Fürstenfeldbruck. 1846 richtete die Königliche Post einen Schalter auf dem Bahnhof für die Pasinger Briefschreiber ein.

Die Entwicklung drängte weiter: Das erste (neue) Schulhaus wurde 1859 gebaut (ein "Schulmeister" in Pasing wird schon 1614 erwähnt!). Die Englischen Fräulein kamen 1862 nach Pasing, kauften den "Maierhof" und richteten zuerst ein Waisenhaus, dann ihre Schulen ein. Der "Würmthal-Bote" erschien ab 1880 als erster Lokalanzeiger. Der Ort baute sich 1884 ein (Kreis-) Krankenhaus. Pasing stieg 1881 zum Pfarrdorf auf und errichtete dafür zum Dank die Pasinger Mariensäule. Die ständig stark anwachsende Einwohnerzahl drängte zur baulichen Ausdehnung. Architekt August Exter schuf ab 1892 die "Kolonien" I und II; ihm folgten andere mit Gründungen von Siedlungs- und Eigenheim-Baugenossenschaften.

Johann Kafler ließ sich 1896 die erste Starkstromleitung in sein Anwesen einbauen und regte damit die Bauern und Bürger an, ihre Stuben und Häuser mittels erster Glühbirnen zu beleuchten. Zwei Jahre später, 1898, probierten die Pasinger unzählige Male aus, ob die neue Wasserleitung auch tatsächlich zu jeder Tages- und Nachtzeit Wasser lieferte.

Leder-, Papier-, Malz- und eine chemische Fabrik, eine Modellflugzeugfabrik, Baugeschäfte und Handwerksbetriebe, eine Sparkasse, ja sogar eine Spiritusbrennerei entstanden in diesen Jahren und gaben der Pasinger Bevölkerung Arbeit und Verdienstmöglichkeiten.

PA-Stadtwappen-1908.jpeg (29255 Byte)Alle diese Gründungen haben das Ortsbild vom dörflichen zum städtischen hin verändert und damit beigetragen, die Voraussetzungen zu schaffen für die Erhebung Pasings zur Stadt am 1. Januar 1905.

Am 16. Juni 1905 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung zur neuen katholischen Stadtpfarrkirche "St.Engelbert", die dann nach der Benediktion 1909 zur Einweihung 1918 jedoch "Patrona Bavariae" bzw. "Maria Schutz" benannt werden sollte. Die evangelische Himmelfahrtskirche in der Kolonie II war bereits 1904 eingeweiht worden.

Pasinger Stadtwappen 1908

 

PA-Wappen.jpeg (85526 Byte)"Wappen der Stadt Pasing - genehmigt von Sr. K. Hoheit Prinz Luitpold des Königr. Bayern Verweser am 20. Juli 1908."

"Blason: In Rot ein silberner Zinnenturm auf einer grünen von einem silbernen Flusse umfluteten Insel."

1906 war der Anschluß an die Gasversorgung erreicht, und am 2. Juli 1908 erstrahlten die Hauptstraßen Altpasings, die Landsberger und die Planegger Straße, erstmals im Lichte vieler Gaslaternen. In diesem Jahr fuhr auch der erste Zug der Straßenbahnlinie 29 bis zum Pasinger Marienplatz, wo die 1881 errichtete Mariensäule entfernt worden war, da sie die Bahn beim Wenden behindert habe.

Knaben- und Mädchenschulen, Gymnasium und Lehrerbildungsanstalt entstanden, 1936/37 wurde noch ein neues Rathaus an der Landsberger Straße errichtet, doch ereilte die Stadt Pasing am 1. April 1938 das gleiche Schicksal wie so manche andere Vorstadtgemeinde: Pasing wurde nach München eingemeindet.

Beide Weltkriege, insbesonders aber der II. Weltkrieg, hatten weitreichende und schwerwiegende Folgen für Pasing. Aber man ging daran, die Wunden, die der Krieg geschlagen hatte, zu heilen. Hochhäuser wuchsen aus dem Boden, um die Fliegergeschädigten, Flüchtlinge und ankommende Neubürger aufzunehmen. Neue Siedlungen und Kirchen entstanden, neue Hoffnungen blühten auf und neuer Wohlstand stellte sich durch Fleiß und Arbeit ein.

PA-Vase-1938.jpeg (22600 Byte)PA-Vase-PMA-1938.jpeg (48537 Byte)

Erinnerungsvasen anläßlich der Eingemeindung Pasings nach München am 1. April 1938

Links: Nympenburger Porzellan, weiß: "PASING GROSSHADERN - FELDMOCHING VEREINT MIT MÜNCHEN 1.4.1938"

Rechts: Tonvase, braun, aus der Porzellan-Manufaktur München-Allach als "Sonderanfertigung für die Hauptstadt der Bewegung München anläßlich einer Eingemeindung"  mit der Aufschrift "PASING FELDMOCHING GROSSHADERN EINGEMEINDET 1.4.1938"

 

 

 

Pasing, seit 763 im Blickpunkt der Geschichte, lebt auch heute, im Jahre 2002, weiter durch seine Bevölkerung, seine Schulen, seine wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Einrichtungen, und nicht zuletzt durch seine Kirchen - nur etwas schneller, als in der "guten alten Zeit".

*****

 

Zeittafel zur Pasinger Geschichte

Um 2000 v. Chr.:

Anwesenheit von Bevölkerung durch aufgefundene Hügelgräber nachweisbar.

Um 500 v. Chr.:

Brandgräberfunde weisen auf Besiedelung auch zu jener Zeit hin.

Um 200 n. Chr.:

Belegt durch Gräberfunde aus der Römerzeit.

Nach 500:

Besiedelung durch die Ortsgründer.

29. Juni 763:

Erste Bekundung in einer Urkunde der Brüder Reginperht und Irminfrid und ihrer Vettern Otilo und Croso, mit der diese dem Kloster Scharnitz u.a. auch Pasinger Grundbesitz  schenken.

Aug. 802:

Lantfrid, Sohn des Irminfrid und Neffe des Reginperht, erhebt Einspruch gegen die Schenkung seines Onkels, gibt aber dann doch 2 von insgesamt 6 Pasinger Gütern an das Hochstift Freising heraus.

ca. 857-ca. 976:

Diverse Tauschakte der Freisinger Fürstbischöfe, an denen die Pasinger Edlen Isanperht, Cotahelm, Uuidarkis, Engilscalc, Irmanheri, Altmann und Erchanger als Gundbesitzer oder als Zeugen beteiligt sind.

ca. 980-1331:

Die Edlen von Pasing Erhart, Pilgrim, Konrad, Rapoto, Hartwig, Sighard, Wito, Landfrid, Gertrud, Rudolf, Volkart, Eberhard, Heinrich, Walter, Gelfrat, Otto, Rüdiger, Egelolf, Ernst, Kuno und Ulrich treten als Grundbesitzer oder als Siegelzeugen auf.

Zwischen ca. 1163/65 und 1170:

Erstnennung der Pasinger Mühle, die der Freisinger Ministeriale Isengrim von Pasing  zusammen mit einem weiteren Gut dem Kloster Schäftlarn schenkt, damit seine Kinder Rodolf und Luitkart dort aufenommen werden.

1279:

Das Kloster Benediktbeuern besitzt in Pasing 2 Höfe, einen Halbhof, die Mühle und “die andere Mühle”.

1313:

Nunmehr besitzt das Kloster Schäftlarn die 2 Höfe, den Halbhof und die beiden Mühlen..

1315:

Die alte Pasinger Kirche Mariä Geburt, im Stadtpark und gleich neben dem ehemaligen Pasinger Schloß gelegen, wird erstmals urkundlich – und zwar als Filialkirche von Aubing – genannt.

1315 (-1331):

Die Pasinger Taferne wird im Salbuch des Kastens Dachau erstmalig genannt.

Ca. 1350:

Ursprünglich wohl der Grafschaft Andechs und seit der staatlichen Neuorganisation im 13. Jahrhundert dem Landgericht Pähl-Weilheim zugehörig, kommt Pasing zum Landgericht Starnberg, und was nördlich der Landstraße München-Landsberg gelegen, kommt zum Landgericht Dachau.

1355:

Letzte Nennung eines “Edlen” von Pasing mit Ulrich “der Paesinger”.

1371:

Schon zu dieser Zeit ist Heinrich Pütrich (die Pütrichs bis 1528) zumindest Lehensträ-ger der Pasinger Mühle, evtl. auch des Schlosses. Die Belehnung mit dem Schloß durch den Freisinger Fürstbischof Berthold (von Wehingen; 1381-1410) in “1381” ist jedoch urkundlich nicht gesichert!

17. 02.1398:

Beim Angriff Herzog Stephans von Ingolstadt auf Pasing werden nur das Torhaus und die Vorburg des Schlosses in Brand gesetzt. Es kann damit als sicher angenommen werden, daß das Hauptgebäude bereits aus Stein – wohl aus der Zeit um 1200 n. Chr. stammend – gebaut war.

19.09.1422:

Einäscherung zumindest eines Teils von Pasing (und der Kirche?) durch Herzog Ludwigs (des Gebarteten von Ingolstadt) Hauptmann Wessenakher.

18. April 1438:

Errichtung des Pasinger Benefiziums durch den Aubinger Pfarrer Heinrich Haidel, die Kirchpröbste Ottmiller Ulricht, Konrad Väterl (Wirt), Fridl Kefer und die Gemeinde Pasing.

Als erster Benefiziat erscheint ebenfalls 1438 ein Georg, der wohl mit dem 1458 und 1476 genannten Georg Haidl identisch sein dürfte.

15.05.1459/62:

Die “Maria-Ehren-Glocke” wird für die Kirche Maria Geburt gegossen.

1464:

Erstmalige ausdrückliche Nennung des Pasinger Bades und der Schmiede als hoch-stift-freisingische Lehensgüter.

1492:

Die Maria-Verkündigungs-Glocke der Kirche Mariä Geburt wird von Meister Ulrich von Rosen, einem der bedeutendsten Glockengießer Münchens der Spätgotik, angefertigt.

10.06.1500:

Der Lehensbrief Bernhard Pütrichs nennt u.a. ausdrücklich die Taferne und die Mühle als herzogliche Lehen.

27.07.1528:

Christoph von Schwarzenberg, herzoglicher Landhofmeister, wird Schloßherr in Pasing.

13.09.1531:

Die Familie Reitmor kommt mit Hans Reitmor in den Besitz des Pasinger Taferne, Mühle und einiger Höfe. Das Schloß mit Zugehörungen übernimmt er am 31. Januar 1532.

1557:

Älteste bildliche Abbildung Pasings auf einer Zeichnung, die der Hofmarksherr Hans Reitmor bei einem Prozeß vor dem Reichskammergericht gegen einen Reiter vorlegt, der durch einen Schuß auf eine Taube das Strohdach eines Bauernhofes in Brand setzte.

1588:

Zu Beginn dieses Jahres, vielleicht auch schon Ende 1587, fällt der Kirchturm um. Der Neubau erfolgt erst 1608!

26.08.1588/10.09.1588:

Die Pasinger Lehen gehen an Christoph Neuburger und sein Partiziergeschlecht über.

1596:

Im Gegensatz zu anderslautenden Chroniken (für 1346) erhalten die Neuburger das förmliche Hofmarkprivileg “so weit Pasinger Boden reicht” erst in diesem Jahr.

24.01.1604:

Die Witwe Ursula Neuburgerin, geb. Fröschlin, und die Söhne Heinrich und Hannes Christoph Neuburger stiften einen Ewigjahrtag mit einer Summe von 300 Gulden in die Pasinger Kirche für den am 4.12.1601 verstorbenen Hofmarksherrn Christoph Neuburger. Es handelt sich hierbei, außer der Stiftung des Pasinger Benefiziums am 18.04.1438, um den ersten Jahrtag der “neueren” Zeit, nachdem die aus den Jahren 1421, 1424, 1489, 1502, 1581 und 1594 im Jahre 1687 aufgehoben wurden, da ihr Stiftungskapital nicht mehr bekannt war.

1632/33:

Auch in Pasing wütet die Pest (Dreißigjähriger Krieg 1618-1648!).

1653-55:

Die Kirche erhält einen neuen Hochaltar.

1669-71:

Die Kirche erhält zunächst eine neue Kanzel, dann zwei neue Seitenaltäre.

1677:

Die Apostelfiguren werden in der Kirche aufgestellt.

07.12.1686:

Mit Anton Frhr. von Berchem wird diese Familie durch Kauf auch Besitzer der Hofmark Pasing (nach Blutenburg/Menzing 1676), die sie bis 1814 behält.

Schon am 01.02.1684 erging an ihn allerdings ein bischöflicher Zessionsbrief für das Schloß Pasing und am 22.03.1685 das “Dominium Directum” über die Taferne, Mühle und die herzog-/kurfürstlichen Lehensstücke.

1701:

Michael Wening fertigt seinen Kupferstich von Schloß und Hofmark Pasing. Auf diesem sind sowohl das erste Schloß als Rundturm als auch das zweite als drei-geschoßiger Steinbau mit wohl Glockentürmchen und Kamin deutlich zu erkennen.

1701-1733:

Der  Würm-Nymphenburg-Kanal wird 1701 erbaut, der Schloßpark von 1701 bis 1733 angelegt. Für diese Anlagen haben ab 1701 die Pasinger insgesamt 81/4 Tag-werk Grund abgeben müssen (zum Vergleich: Pipping 267/8 Tgw., Obermenzing 1581/2 Tgw. und Laim 11/8 Tgw.).

1724:

Erstmalig wird die St.Johann-Nepomuk-Kapelle mit Einnahmen aus ihrem Opferstock erwähnt.

1792-1797:

Elisabeth Gräfin Schenk zu Castell, verwitwete Bettschart, dann verheiratete Cha-misso, u.a. Sitzinhaberin von Laim, gestorben in Prag (?) vor dem 17. oder auch  30.07.1797, ist kurzzeitig Schloßbesitzerin, welches dann an die Berchems zurückfällt.

1803:

Pasing wird dem neuerrichteten Landgericht München zugeteilt.

1804:

Die St.Sebastian-Feldkapelle (eine Pestkapelle) – an der heutigen Ecke Landsberger Straße/Bäckerstraße – wird abgerissen.

1809:

Erster genauer Ortsplan des Dorfes und der Ländereien in der sogenannten “Ur-Aufnahme” zum “Ur-Kataster”. Auf der Schloßinsel sind der Rundbau und der Grundriß des zweiten Schlosses als offenes Geviert deutlich zu erkennen.

Oktober 1814:

König Maximilian I. Joseph erwirbt das ehemalige Schloß Pasing mit dem “herrschaftlichen Maiergut” von der Familie Berchem, und läßt ersteres als baufällig abreißen. Das neue, nun dritte Pasinger Schloß (“Prinz-Carl-Schlößchen”) entsteht auf den Hausgründen des “Helihofs” (erworben von Frhr. v. Aretin) und des “Reismüllerguts” (erworben von dem Kabinettssekretär v. Keser). Dazu wurde offensichtlich das dem “Reismüller” (1809/12: Haus Nr. 42) gehörende separate Wohnhaus umgebaut, dessen Gewölbekeller wiederum in die später entstehende “Gatterburg” integriert wurde.

1817:

Prinz Carl Theodor von Bayern übernimmt das “neue Schloß” zur Nutzung, das grundbuchamtlich eingetragene Eigentum verbleibt jedoch beim König.

13.06.1834:

Ritter Felix von Hilz wird neuer Schloßbesitzer.

01.09.1839:

Der erste Eisenbahnzug der Teilstrecke München-Lochhausen braust mit 36 Stundenkilometer an Pasing vorbei.

04.10.1840:

Die ganze Strecke München-Augsburg wird eröffnet, an die Pasing mit einer Haltestelle angeschlossen ist.

27.02.1841:

Mit Eintrag zu diesem Datum übernimmt Freiherr Carl v. Beck die Reste der Hof-mark bzw. des seit 1803 bestehenden Patrimonialgerichts Pasing.

1842:

Der Pasinger Benefiziumsprovisor Johann Baptist Prechtl schreibt die erster Pasinger Kurzchronik.

01.03.1846:

Eine Postexpeditionsstelle wird eingerichtet.

1847:

Bau des alten, ersten Pasinger Bahnhofs mit Übergabe am 29.11.1848.

1848:

Das Patrimonialgericht wird aufgehoben. Die einstige, seit 1596 bestehende Hofmark Pasing erlischt damit.

01.11.1849:

Im Königreich Bayern wird die Briefmarke, genannt der "Schwarze Einser", ausgegeben. Der Urstempel stammt von Franz Max Josef Seitz, die Platten von Gustav Lorenz, beide in München. Der Druck erfolgte durch die Universitätsdruckerei (Johann Georg Weiss) München. Das dazu verwendete handgeschöpfte Papier stammte aus der Beckschen Papierfabrik in Pasing. 

1854:

Eröffnung der Bahnlinie nach Planegg, dann Starnberg.

1859:

Bau des Schulhauses an der Engelbertstraße 8. Schulische Einrichtungen in Pasing bestanden allerdings schon länger.

15.10.1861:

Engelbert Woernzhofer wird als Benefiziat investiert, am 16.02.1879 als Pfarrvikar eingesetzt und am 23.02.1881 zum ersten Pfarrer von Pasing ernannt.

1862:

Karl v.Beck stirbt und der Beck'sche Schwiegersohn Reichsgraf Franz v. Gatterburg übernimmt die Güter. Er läßt den Reismüllerhof und das “neue Schlößchen” wohl nur teilweise abreißen und erbaut 1869 die nach ihm benannte “Gatterburg” als viertes Pasinger “Schloß”.

Die Englischen Fräulein kaufen am 02.11.1862 den “Maierhof”, gründen ihr Waisenhaus und 1866 ihr Mädchenpensionat.

1866:

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr durch Graf Gatterburg, die sich allerdings erst am 18.04.1870 als Verband konstituiert.

Eröffnung der Bahnlinie München-Weilheim.

Verlegung der Wachsbleiche des Mathias Ebenböck nach Pasing.

1870:

Baubeginn des neuen Pasinger Eisenbahn-Stationsgebäudes (Übergabe Sommer 1875).

1871:

Die erste Bahnunterführung nach Pipping entsteht mit einer Durchfahrtshöhe von 14 Fuß.

01.11.1872:

Eröffnung des Streckenabschnitts Kaufering-Buchloe der Bahnlinie über (Fürstenfeld-) Bruck.

1873:

Die Teerproduktion in der “Chemischen” (Fabrik Weyl) wird aufgenommen.

Eröffnung der durchgehenden Bahnlinie München-Kaufering am 1. Mai.

1875:

Neubau des Mädchen-Schulhauses an der Engelbertstraße 10.

1879:

Gründungsjahr der Firma Saumweber & Stecher.

1880:

Gründungsjahr des “Würmthal-Boten”.

Die Pasinger Mariensäule wird Ende Oktober enthüllt und der Gemeinde übergeben.

28.01.1881:

Pasing wird zur selbständigen Pfarrei erhoben mit den Filialen Obermenzing/Pipping und Laim.

1883:

Gründungsjahr der Sparkasse Pasing.

1884:

Erbauung des Armenasyls und nachmaligen (Bezirks- bzw. heute Kreis-) Krankenhauses Pasing.

15.06.1886:

Die Leiche König Ludwigs II., von Fackelträgern begleitet, wird durch Pasing nach München überführt.

Schon einmal, 1347, sah Pasing einen ähnlichen Trauerzug, als der tote Kaiser Ludwig der Bayer von Bruck nach München gebracht wurde.

1888:

Ein von der Bahn unabhängiges Postamt wird eingerichtet.

Die Aufzeichnungen der zweiten Pasinger Chronik, einer von dem Aubinger Pfarrer Joseph Gigl angefertigten Kopie der Prechtl-Chronik und ab 1861 vom Benefiziaten Engelbert Woernzhofer fortgeführt, enden mit diesem Jahr.

12.12.1890:

Die erste öffentliche Telefonstation in Pasing wird angeschlossen.

1891:

Die Sanitätskolonne Pasing wird gegründet.

1892:

August Exter gründet seine Villenkolonie Neu-Pasing I.

1894:

Gründung der Waldkolonie durch Louis Ende.

Öffnung der östlichen (sogenannten Mussinan-) Bahnunterführung (heute: Offenbachstraße) am 15. November.

1895:

Eröffnung der Nebenbahn München-Gauting.

Gründung des Evangelischen Vereins (für die in Pasing und Obermenzing lebenden Protestanten).

1896:

Die Isarwerke beginnen mit der Lieferung von Licht- und Kraftstrom in das Kafler'sche Anwesen.

1897:

Gründung der Kolonie Neu-Pasing II durch August Exter.

1898:

Baubeginn für das Pasinger Wasserwerk am 2. Mai zur Versorgung der Würmtalgemeinden; Pasing wurde dabei erst Ende 1899 angeschlossen.

1899:

Die westliche Bahnunterführung an der Pippinger Straße wird am 20. November eröffnet.

1901:

Bau des Mädchenschulhauses an der Institutstraße.

Bau des Feuerhauses, nachmalig Rathaus, dann wieder Feuerwache, nunmehr Sitz der Münchner Volkshochschule Bereich West.

1902:

Gründung einer eigenen, evangelischen Schule.

Die erste, privat gedruckte “Geschichte von Pasing”, die im wesentlichen auf der weitergeführten Prechtl-Chronik von 1842/1888 basiert, wird von Hans Neumayr im Selbstverlag herausgegeben. Prechtls Chronik wurde allerdings schon 1843 in der Schriftenreihe “Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte” Band 5, 1. Heft abgedruckt.

Band 5, 1. Heft abgedruckt.

1903:

Die “Ammerseebahn” als vierte Bahnstrecke von Pasing in Richtung Herrsching zweigt in Pasing ab.

Die “Bahnhofsunterführung” wird dem Publikum am 7. September übergeben.

1904:

Am Himmelfahrtstag, dem 21. Mai, wird die evangelische Himmelfahrtskirche in der Kolonie II eingeweiht.

1905:

Pasing wird am 1. Januar zur Stadt erhoben.

Am 16. Juni erfolgt die Grundsteinlegung zur neuen Stadtpfarrkirche.

1906:

Die städtischen Gaswerke werden gebaut.

1907:

Pasing erhält am 3. März eine eigene protestantische Pfarrei.

Am 16. März wird der erste Pasinger Viktualienmarkt auf dem Marienplatz eröffnet.

Das private Mädchenlyzeum (unter Schulleiterin Berta Hamer) des ursprünglich evang. Mädchenschulvereins entsteht an der Oselstraße.

1908:

Einweihung des neuerbauten Postamts am 15. September.

Am 15. Dezember Eröffnung der Straßenbahnlinie bis nach Pasing.

Das Wappen der Stadt Pasing wird geschaffen.

1909:

Am 7. März erfolgt die Benediktion der neuen Stadtpfarrkirche noch auf den Namen “St.Engelbert”.

1910:

Eröffnung des “Progymnasiums” zum Schulbeginn am 20. September und der “Königlich Bayerischen Lehrerbildungsanstalt”.

1912:

Pasing erhält den ersten Schularzt.

Das Knabenschulhaus am Schererplatz wird errichtet.

Die evangelische Schule zieht in das Gebäude an der Engelbertstraße ein.

1914:

Richard Riemerschmid errichtet die “Höhere Töchterschule” an der Oselstraße.

Der Bismarckbrunnen in der Kolonie I wird am 1. April eingeweiht.

1915:

St.Ulrich in Laim, bisher Pasinger Filialkirche, wird selbständige Expositur (und am 2. November 1917 Stadtpfarrei).

28.04.1918:

Feierliche Einweihung der Stadtpfarrkirche, nun mit dem Namen “Patrona Bavariae”.

1922:

Am 25. März wird Obermenzing mit Pipping selbständige Pfarrei, nachdem es be-reits am 1. September 1919 zur Expositur erhoben wurde.

Das 2,8 km lange Industriegleis zur Papierfabrik wird gebaut.

1923:

Die Passionisten ziehen am 14. Dezember in die Gatterburg ein und übernehmen die altehrwürdige Dorfkirche Maria Geburt in ihre Obhut.

Pasing erhält ein eigenes städtisches Gesundheitsamt mit einem beamteten Stadtarzt.

Die erste Eisenbahnstrecke wird elektrifiziert.

1928:

Das Gebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse an der Bäckerstraße wird errichtet.

Das Stromnetz wird von 110 auf 220 V umgestellt.

1932:

Gründung der Pasinger Mittelschule.

1933:

An Ostern wird die Hotelfach-, Handels- und Wirtschaftsaufbauschule Kermess eröffnet.

02.09.1934:

Das von Hans Osel geschaffene Kriegerdenkmal wird enthüllt.

19.07.1936:

Grundsteinlegung und Erbauung des neuen Pasinger Rathauses an der Landsberger Straße, das am 15. Nov. 1937 eingeweiht wird.

1938:

Pasing wird am 1. April nach München eingemeindet.

Die “Storchenburg” (auf dem Gelände der nachmaligen “Ritterwerke” und heutigen “Pasinger Fabrik”)  wird wegen Erweiterung der Bahnanlagen abgebrochen.

04.11.1941:

Pasing erhält seine erste städtische Bücherei; die Pfarrbücherei besteht bereits seit 1910.

1944:

Am 4. Oktober verwüsten Sprengbomben die Hallermühle und Anwesen an der Institutstraße. Auch das Rathaus und das Institut der Englischen Fräulein werden durch Bomben großteils zerstört.

1945:

Im Dezember konstituiert sich die Oberrealschule Pasing.

1946:

Gründung des nachmaligen “Realgymnasiums für Mädchen” aus der “Grotschule” und der Mädchenoberschule der Engl. Fräulein.

Eröffnung der “Privaten Handelsschule Begemann” und der “Privaten Oberrealschule Dr. Schönhärl und Wild”.

1956:

Gründung des “Collegium Augustinum” an der Dachstraße durch den evangelischen Pfarrer und Religionslehrer Georg Rückert.

1957:

Das Mädchen-Realgymnasium zieht in ihr neues, eigenes Haus an der Ebenböckstras-se 1.

Am 15. Dezember kommt um 15:45 Uhr der Pasinger Thomas Seehaus als millionster Bürger der Stadt München auf die Welt.

1959:

Baubeginn der Kirche St.Leonhard am 23. März und Konsekration am 22. November.

Inbetriebnahme des neuen Verteilerbahnhofs Pasing samt neuer Eingangshalle Nord.

08.06.1961:

Das Westbad wird seiner Bestimmung übergeben.

1962:

Am 1. Oktober Errichtung der Pfarrkuratie St.Hildegard und Konsekration der Kir-che am 18. November.

1963:

St.Willibald in Laim und St.Leonhard in Pasing werden am 1. Januar eigene Stadtpfarreien.

Am 14. Januar zieht die Oberrealschule in ihren Neubau an der Weinbergerstraße neben dem Westbad.

Am 29. Mai erfolgt die Grundsteinlegung für den Neubau des Kreiskrankenhauses.

Vom 4. bis 14. Juli feiert der Stadtteil “1200 Jahre Pasing”.

Am 6. Juli wird der von Hans Osel geschaffene Hochzeitsbrunnen vor dem Rathaus enthüllt.

Das erweiterte, heutige Postgebäude wird eröffnet.

26.10.1967:

Der Neubau des Kreiskrankenhauses wird eingeweiht.

1976:

Der Schulbetrieb im Institut der Englischen Fräulein wird eingestellt.

1977:

Die Pasinger Stadtbücherei bezieht ihre neuen Räume.

25.10.1980:

Der Marienplatz wird umgestaltet und die neue Mariensäule eingeweiht.

1982:

Die Münchner Volkshochschule gründet ihren “Stadtbereich West” in Pasing am 19. Juli mit der Einweihung der umgebauten Räume im ehemaligen Feuerhaus.

Am 9. Dezember wird das Pasinger Rot-Kreuz-Haus eingeweiht.

1984:

Die Dorfkirche erhält die “Leiden-Christi-Glocke” (als Ersatz für die 1917 abgelieferte “Große Engelberta” von 1882) und die “Schmerzensmutter-Glocke” (als Ersatz für die ebenfalls abgelieferte “Sterbeglocke” von 1886).

Die Chemische Fabrik Weyl wird komplett abgerissen.

1985:

“Reichskanzler Bismarck” reitet seit dem 19. Dezember als Kopie wieder für Pasing auf dem Brunnen am Wensauerplatz, nachdem das Original gestohlen worden war.

Am 31. Juli schließt die “Lehrerbildungsanstalt” ihre Tore.

1987:

Am 31. März erscheint, nach 107 Jahren des Bestehens, die letzte Ausgabe des “Würmtal-Boten”.

1988:

Der Bezirksausschuß 35 Pasing begeht am 1. April den 50. Jahrestag der Eingemeindung mit einer kleinen Feierstunde.

1991:

Die Pasinger “Gaststätte zur Post” muß einem Neubau weichen, der aber schon Ende 1992 in Betrieb geht.

Bevölkerung (31.12.1991): 39.723 Einwohner; Größe Pasings: 1.074 Hektar.

1991:

Die Pasinger “Gaststätte zur Post” muß einem Neubau weichen, der aber schon Ende 1992 in Betrieb geht.

Bevölkerung (31.12.1991): 39.723 Einwohner; Größe Pasings: 1.074 Hektar.

1992:

Auf Grund der Neueinteilung der Münchner Stadtbezirke besteht ab 1. September der neue “Stadtbezirk 21 Pasing-Obermenzing”.

1993:

Die “Hallermühle” stellt nach vielhundertjähriger Tätigkeit ihre Mehlproduktion ein.

1995:

Im Sitzungssaal des ehemaligen Pasinger Rathauses wird am 29.04.1995 “Wider das Vergessen” an den Todesmarsch 1945 anläßlich der Evakuierung des Dachauer Konzentrationslagers und an den 50. Jahrestag des Kriegsendes (08.05.1945) gedacht.

1996:

Das Westbad wird zu einem Erlebnisbad umgestaltet. Am 11.09.1998 wird es feierlich wiedereröffnet.

1999:

Im März werden anläßlich einer Ausstellung die Ergebnisse der 2. Stufe des Wettbewerbs “Zentrale Bahnfläche München – Pasing-Nymphenburg Süd/Laim-Containerbahnhof” der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Ebenfalls im März werden die Planungen zur Erweiterung des Pasinger Rathauses vorgestellt, die noch im Jahr 2000 durchgeführt werden soll.

Der Heimat- und Gebirgstrachtenverein “D'Würmtaler Stamm” e.V. Pasing begeht am 10./11. Juli 1999 sein 100jähriges Gründungsfest.

Bevölkerung (31.12.1999): 35.752 Einwohner; Größe Pasings: keine getrennte Angaben mehr seit 1991; nun zusammen mit Obermenzing: 1.649 Hektar (Obermenzing 1991: 20.600 Einwohner und 755 Hektar).

2000:

Am 2. Juli begehen Geistl. Rat Alfons Karpf, Geistl. Rat Ludwig Radlmaier, Geistl. Rat Johann Warmedinger, Stud. Dir. a.D. Georg Warmedinger und der langjährige Pasinger Stadtpfarrer Geistl. Rat und Monsignore Georg Schuster ihr (50.) goldenes Priesterjubiläum.

2002:

Der Neubau zur Erweiterung des Pasinger Rathauses wird als “Bürgerzentrum Pasinger Rathaus” am 11. Okt. 2002 feierlich eröffnet.

2003:

Am 29. Juni 2003 feiert die Bahnstrecke Pasing-Herrschin ihr 100jähriges Jubiläum mit Bahnhofsfesten an nahezu allen Bahnhöfen entlang der Strecke.

Am 4. Adventssonntag, den 21. Dez. 2003, wird die alte Kirche Mariä Geburt im Pasinger Stadtpark nach einer umfänglichen Renovierung mit einem Festgottesdienst durch Weihbischof Engelbert Siebler wiedereröffnet.

2005:

Der Stadtteil Pasing begeht sein 100jähriges Jubiläum der Stadterhebung am 1. Jan. 1905 mit einer Reihe von Festveranstaltungen und Ausstellungen.

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